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Regeländerungen 2015

Vorbemerkung zu den Regeländerungen 2015

Nach den umfangreichen Regeländerungen im Jahr 2013 und der Aufnahme der Änderung, dass der 2. SR nicht mehr die Zeichen des 1. Schiedsrichters wiederholt / spiegelt im Jahre 2014, hat die FIVB für die kommenden Saison 2015-2016 wieder Änderungen beschlossen, die aber zum großen Teil eher klarstellend bzw. für FIVB und offizielle Wettbewerbe von Bedeutung sind.

Die wichtigste Neuerung ist mit Sicherheit die Rücknahme der "Netzberührungsregel", so dass nunmehr eine Netzberührung während einer Aktion wieder ein Fehler darstellt. Inkonsequent scheint es dabei allerdings, dass nicht auch die "Übertreten-Regel" wieder zurück genommen wurde.

Wichtig: Die Regeländerungen treten im Bereich des DVV (Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), der Volleyball-Bundesliga (VBL) und der Landesverbände) erst zur Saison 2015 / 2016 in Kraft, damit ab dem 01.07.2015!

Für Euch bedeutet dies, dass die Relegationsspiele und auch die bis 30.06.2015 statt findenden Pokalspiele grundsätzlich nach den alten Regeln ablaufen werden! Ausnahmen durch die Verbände sind möglich.

Regeländerungen (Allgemein)

Regel 4.2.4 (ergänzt)

Während der Satzpausen dürfen die Spieler zum Aufwärmen in ihrer eigenen Freizone Bälle benutzen. Während der verlängerten Pause zwischen dem 2. und 3. Satz (falls davon Gebrauch gemacht wird) dürfen die Spieler auch ihre eigene Spielfeldhälfte benutzen. (Anm.: Satz 2 wurde angefügt - ist für die meisten uninteressant!)

Regel 4.5.3 (neu)

Kompressionshilfsmittel dürfen zum Schutz oder zur Unterstützung getragen werden.

Handzeichen 19Regel 11.3.1 (neu gefasst) - Neue Netzregel!

Der Kontakt eines Spielers mit dem Netz zwischen den Antennen während der Spielaktion ist ein Fehler.
Die Spielaktion umfasst u. a. Absprung, Ballberührung (oder Versuch) und Landung.

Zur Erläuterung: Regel 11.3 - Kontakt mit dem Netz (Netzberührung - Netzregel)

Regel 11.4.4 (neu gefasst) - Neue Netzregel!

Ein Spieler beeinflusst das Spiel (Anm.: alter Text - das gegnerische Spiel) u. a. durch:

  • Berührung des Netzes zwischen den Antennen oder der Antenne selbst während seiner Spielaktion,
  • Benutzen des Netzes zwischen den Antennen als Hilfestellung oder um Halt zu bekommen,
  • Erlangung eines unfairen Vorteils gegenüber dem Gegner durch eine Netzberührung,
  • Aktionen, die den Gegner bei dessen erlaubtem Versuch, den Ball zu spielen, behindern,
  • Festhalten am Netz.

Spieler, die sich in der Nähe des Balles befinden, während er gespielt wird, oder die versuchen, den Ball zu spielen, werden als an der Spielaktion beteiligt angesehen, auch wenn sie den Ball nicht berühren.
Die Berührung des Netzes außerhalb der Antennen wird nicht als Fehler betrachtet (ausgenommen Regel 9.1.3).

Regeländerung (Formalien)

Regel 22.2.3.1 (letzter Satz gestrichen)

(Anm.: Bisher galt im offiziellen Regelbuch der 45. Aufl. noch: Der 2. Schiedsrichter wiederholt die Handzeichen des 1. Schiedsrichters. Diese Regel wurde schon durch die Regelinformation 01-14 durch den Bundesschiedsrichterausschuss für die Saison 2014/2015 außer kraft gesetzt.)

Regel 22.2.3.3 (ergänzt)

Bei einem fehlerhaften Angriff oder bei einem Blockfehler eines Hinterspielers oder Liberos zeigen beide Schiedsrichter entsprechend den Regeln 22.2.3.1 bzw. 22.2.3.2 an.
(Anm.: Unterstrichenes wurde ergänzt)

Regel 22.2.3.4 (teils neu gefasst)

ALT: c) die Mannschaft, die erneut aufschlagen wird (wie vom 1. Schiedsrichter bestimmt)

NEU: Obiges wurde gestrichen und folgender neuer Absatz hinzugefügt: Anschließend zeigt der 1. Schiedsrichter die Mannschaft, die als nächstes aufschlagen wird.

Bei einem Doppelfehler zeigen daher weiterhin BEIDE Schiedsrichter a) den Fehler, b) die Spieler. Nur der 1. SR zeigt dann die Seite (s.o.)!

Handzeichen 4Abbildung 11 Nummer 4 (Auszeit)

Handzeichen wird vom 1. Schiedsrichter nur noch in speziellen Situationen gemacht.
(Anm.: Damit wird wohl künftig das Zusammenspiel vom 1. SR und 2.SR weiter abgebaut werden)

Zur Erläuterung: Handzeichen Nr.4

Handzeichen 9Handzeichen 14Abbildung 11 Nummern 9 (Satz- oder Spielende) und 14 (Ball „in“)

Handzeichen wird vom 2. Schiedsrichter nur noch in speziellen Situationen gemacht.
(Anm.: S.o. - aber konsequent)

Zur Erläuterung: Handzeichen Nr.14 und Nr.9

AHandzeichen 24Handzeichen 11bbildung 11 Nummern 11 (Verzögerung beim Aufschlag) und 24 (Ball berührt)

Handzeichen wird nur noch vom 1. Schiedsrichter gemacht.
(Anm.: Konsequent, da nur der 1. SR die 8 Sek zählt (HZ. 11), bzw. den Touch (HZ. 24) sieht, da er ja mit den Augen beim Ball ist.)

Zur Erläuterung: Handzeichen Nr.11 und Nr.24

Handzeichen 5Abbildung 11 Nummer 5 (Wechsel)

Handzeichen wird von beiden Schiedsrichtern nur noch in speziellen Situationen angezeigt.
(Anm.: Eine solche spezielle Situation liegt z.B. vor, wenn keine nummerierten Tafeln zur Unterstützung des Wechsels verwendet werden. Dann wird das Handzeichen vom 2. Schiedsrichter angezeigt.)

Zur Erläuterung: Handzeichen Nr.5

Regeländerungen (Klarstellungen)

Regel 6.1.3 (ergänzt)

Ein Spielzug ist die Folge von Spielaktionen vom Moment des Aufschlags bis der Ball „aus dem Spiel“ ist. Ein vollendeter Spielzug ist die Folge von Spielaktionen, die mit der Erteilung eines Punktes endet. Dies beinhaltet das Verhängen einer Bestrafung und den Verlust des Aufschlagrechts aufgrund von Zeitüberschreitung beim Aufschlag.
(Anm: Eine sinnvolle Klarstellung! Es wurde schon immer heiß darüber diskutiert, ob ein Punkt, beispielsweise durch eine Bestrafung tatsächlich zu einem vollendeten Spielzug führt, was nunmehr klargestellt wurde!)

Regel 7.2.1 (ergänzt)

Vor dem Spiel dürfen sich die Mannschaften gemeinsam 6 Minuten am Netz aufwärmen, wenn sie vorher ein anderes Spielfeld zur alleinigen Verfügung hatten; anderenfalls erhalten sie 10 Minuten.
(Anm.: Unterstrichenes wurde ergänzt)

Regel 7.7.1 (ergänzt)

Ein Rotationsfehler wird begangen, wenn der AUFSCHLAG nicht entsprechend der Rotationsfolge erfolgt. Er führt zu folgenden Konsequenzen in der Reihenfolge:
(Anm.: Unterstrichenes wurde ergänzt)

Regel 8.3 (neu gefasst)

Der Ball ist „in“, wenn ein Teil des Balles zu irgendeinem Zeitpunkt während seines Kontakts mit dem Boden das Spielfeld einschließlich der Begrenzungslinien berührt.
(Anm.: Unterstrichenes wurde neu gefasst)

Zur Erläuterung: Regel 8.3 - Ball "in"

Regel 9.2.4 gestrichen

(Anm.: Dies war die 2013 angedachte Regel, dass die erste Ballberührung im oberen Zuspiel auch schon mit einer Doppelberührung geahndet werden kann.)

Regel 19.5.1 (Nummerierung gestrichen)

(Anm.: Die Regel bleibt erhalten!)

Abbildung 9 (Einleitungssatz eingefügt)

Hinweis: Die Anwendung der gelben Karte ist keine Sanktion. Sanktionen sind in der nachfolgenden Tabelle aufgezeigt:

Regeländerungen (FIVB und int. Wettbewerben)

Regel 1.1 (Absatz 3 und Abbildung 1b geändert)

Bei „FIVB-, World- und Official“-Wettbewerben muss die Freizone mindestens 5 m an den Seiten und 6,5 m (bisher: 8 m) hinter dem Spielfeld betragen. Der freie Spielraum ist mindestens 12,5 m hoch.

Regel 2.2 (neuer Absatz 2 eingefügt)

Bei „FIVB-, World- und Official“-Wettbewerben dürfen in Verbindung mit speziellen Wettbewerbsbestimmungen die Maschen modifiziert werden, um Werbung gemäß den Werbevereinbarungen zu erleichtern.

Regel 3.3 (neu gefasst)

Bei „FIVB-, World- und Official“-Wettbewerben müssen fünf (bisher: drei) Bälle verwendet werden. In diesem Fall werden sechs Ballholer eingesetzt, je einer an den Ecken der Freizone und je einer hinter jedem Schiedsrichter.

Regel 4.1.1 (neuer Absatz 3 und Begriffserläuterung „O-2bis“ eingefügt sowie bisheriger Absatz 3 erweitert als neuer Absatz 4)

Bei „FIVB-, World- und Official“-Wettbewerben für Erwachsene dürfen bis zu 14 Spieler in den Spielberichtsbogen eingetragen werden und am Spiel teilnehmen. Die höchstens fünf Mitglieder des Betreuerstabs auf der Bank (einschließlich dem Trainer) werden vom Trainer selbst ausgesucht, müssen aber im Spielberichtsbogen und im Formular O 2bis eingetragen sein. (Begriffserläuterung: O 2bis ist ein offizielles Formular der FIVB, in dem Spieler und Offizielle registriert werden. Es wird während der Vorprüfung vorgelegt.)

Bei „FIVB-, World- und Official“-Wettbewerben sollten der Delegation ein Arzt und ein Physiotherapeut angehören, die vorher von der FIVB akkreditiert sein müssen. Wenn diese bei „FIVB-, World- und Official“-Wettbewerben für Erwachsene nicht als Mannschaftsmitglieder auf der Bank sitzen, müssen sie an der Abgrenzungsbande innerhalb des Wettkampfbereichs sitzen und dürfen nur nach Aufforderung durch die Schiedsrichter eingreifen, um bei einem Notfall den Spielern zu helfen. Der Physiotherapeut darf (auch wenn er nicht auf der Bank sitzt) beim Aufwärmen bis zum Beginn des offiziellen Einspielens am Netz assistieren.

Regel 4.5.3 (neuer Absatz 2 eingefügt)

Bei „FIVB-, World- und Official“-Wettbewerben für Erwachsene müssen diese Hilfsmittel die gleiche Farbe aufweisen wie der entsprechende Teil der Spielerkleidung.

Regel 7.2.1 (neuer Absatz 2 eingefügt)

Bei „FIVB-, World- und Official“-Wettbewerben haben die Mannschaften ein Recht auf eine gemeinsame 10minütige Einspielzeit am Netz.

Regel 15.1 (neuer Absatz 2 eingefügt)

Bei „FIVB-, World- und Official“-Wettbewerben für Erwachsene kann die FIVB die Anzahl der Auszeiten und/oder Technischen Auszeiten in Übereinstimmung mit Sponsoren-, Marketing- und Übertragungsvereinbarungen um eine verringern.

Regel 19.1.1 (neuer Absatz 2 eingefügt)

Bei „FIVB-, World- und Official“-Wettbewerben für Erwachsene sind, falls mehr als 12 Spieler im Spielberichtsbogen eingetragen sind, zwei Liberos in der Mannschaftsliste vorgeschrieben.


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